Angst vor Hunden!
Wie verhalte ich mich gegenüber Hunden?

Viele Kinder wünschen sich als Haustier einen Hund, manche sogar einen möglichst großen!
 Aber es gibt viele Erwachsene und Kinder, die mögen keine Hunde.
 Sie haben vor Hunden Angst. Oft sogar richtig Panik!

Diese Angst vor Hunden kann eine Vorgeschichte haben, vielleicht haben sie ihre eigenen schlechten Erfahrungen gemacht.

Angst ist ein Gefühl, das wohl jedem Menschen bekannt ist. Es ist aber trotzdem sehr schwer, den Begriff der Angst allgemeingültig zu definieren. Grundsätzlich kann sie wohl als ein unangenehm empfundenes Gefühl von Bedrohung beschrieben werden. In diesem Rahmen hat Angst durchaus auch eine nützliche Funktion, da sie ein Alarmsignal ist, das Aktivitäten zur Beseitigung einer Gefahr auslösen kann.

Angst Hunden gegenüber ist leider ein schlechter Berater, den Hunde riechen und erkennen wenn jemand Angst hat.
Dazu kommt noch das Menschen die dann in solch einer Situation gegenüber stehen, Hunde auch noch mit den Augen fixieren.
Hunde werden dadurch verunsichert, fühlen sich bedroht und das kann sie manchmal zum Angreifen verleiten.

Eigentlich gelten Hunde als die "besten Freunde des Menschen".
Hunde sind nicht nur prima Spielgefährten. Viele Hunde sind auch sehr nützlich, nicht nur als Wachhunde und
Jagdhunde, oder Hunde, die Schafherden beschützen und dem Schäfer helfen, sie weiter zu treiben.
 Dazu kommen die Blindenhunde. Ohne sie könnten viele Sehbehinderte und Blinde kein selbst bestimmtes Leben führen,
Katastrophenhunde, Therapiehunde, Polizei und Suchhunde, und, und die Liste ist noch länger.

Bei Kindern ist es oft die Übertragung der Angst der Eltern.
 Durch ihre Angst möchten sie ihre Kinder schützen und vermitteln so ein falsches Bild des Hundes.
Medien verstärken das ganze noch zusätzlich.

So verständlich das Verhalten von manchen Erwachsenen ist, so sollten wir und über eines im Klaren sein:
Wenn wir Angst vor Hunden haben, können wir diese nicht verstecken und lösen somit ungewollte Reaktionen aus,
 sowie bei Kindern wie auch bei Hunden aus.

Diese Angst kann zum täglichen Problem werden:

Verlassen des Fussweges oder umkehren bei Begegnungen mit Hunden.
Umwege zur Arbeit oder Schule.
Schweissausbrüche oder Panik bei Begegnungen mit Hunden.
Verzicht auf Freizeitaktivitäten, wie Joggen oder Walken.

Das muss nicht sein !

 

Hunde reagieren sehr unterschiedlich und manchmal unkontrolliert auf Menschen die Angst haben.
Dies können wir als Hundehalter nicht steuern oder verhindern, somit ist es uns ein grösseres Anliegen
Ihnen zu helfen, ein möglichst sicheres Auftreten gegenüber Hunden zu erlangen.
 

Wie verhalte ich mich gegenüber Hunden
Es gibt viele Tipps und es kommt auch immer auf die Situation und Umgebung an,
doch hier paar wenige nützlichen Tipps.
 

Es gibt zu 99% keine freilaufenden aggressive Hunde, es kann aber vorkommen das ein freilaufender Hund neugierig ist und auf einen zukommt um uns kurz ab zu schnuppern, da keine Angst zu zeigen und sich richtig zu verhalten ist einfach gesagt.
Versuchen Sie den Hund nicht zu beachten, gehen Sie ganz normal weiter.
Ziehen Sie nicht die Hand oder Arme ruckartig hoch, Sie könnten den Hund erschrecken oder animieren an Ihnen hoch zu springen.
Fühlen Sie sich von einem Hund bedroht, halten Sie an, wenden Sie Ihren Blick ab, lassen Sie die Arme hängen und Atmen Sie tief und ruhig.

Nein, Angst vor Hunden habe ich keine. Aber ein gewisser Respekt sollte man doch jedem Lebewesen entgegenbringen. Die wenigsten Beissunfälle geschehen nämlich bei Begegnungen auf einem Spaziergang.
 

Hunde reagieren auf schnelle Bewegungen und werden dazu verleitet diesem nach zu rennen, sei es zum Spiel oder es zu jagen.

  Hund mit Hundehalter Hund unangeleint oder alleine
Beim Joggen Machen sie sich schon von weitem bemerkbar, damit der Hundehalter Sie kommen sieht. Gehen Sie ein kurzes Stück im normalen Schritttempo bis Sie vorbei sind.
Beim Walken Wenn Sie merken das der Hund auf Sie aufmerksam wird, verringern Sie das Tempo, versuchen Sie den Hund nicht zu beachten. Nehmen Sie die Stöcke in eine Hand und gehen Sie ein kurzes Stück im normalen Schritttempo bis Sie vorbei sind.
Auf dem Rad Machen sie sich schon von weitem bemerkbar, damit der Hundehalter Sie kommen sieht. Verlangsamen Sie die Fahrt, hören Sie kurz auf zu treten bis Sie vorbei sind. Sollte der Hund ihnen nachjagen, machen Sie brüske Bremsbewegungen, halten Sie an und steigen Sie hinters Fahrrad ab und verhalten sich kurz ruhig, und wenn möglich nicht fixieren.
Beim Wandern Versuchen Sie den Hund zu ignorieren, meiden Sie jegliche Kontaktaufnahme mit den Augen, gehen Sie ganz normal vorbei und er wird Sie ebenfalls ignorieren. Versuchen Sie den Hund zu ignorieren, meiden Sie jegliche Kontaktaufnahme mit den Augen, gehen Sie ganz normal vorbei, machen Sie ruhige Bewegungen, es kann vorkommen das Hunde beim vorbeigehen Sie mit der Nase kurz anschnuppern, ziehen Sie nicht die Hand hoch, lassen Sie die Arme normal hängen und gehen Sie langsam weiter. Kein Hund beiss jemandem beim anschnuppern in die Hand!
Beim Bauernhof   Die Hofhunde verteidigen ihr Revier und es ist verständlich das diese auf Spaziergänger mit Gebell zukommen um diese zu vertreiben, manche bellen aus Distanz und warten ab bis Sie fast vorbei sind und versuchen Sie dann von hinten noch zu vertreiben. Es ist von Vorteil wenn man auf Wanderung ist und weiss das man ev. bei Bauernhöfen durch geht, dass man paar Bisquitts oder Wurststücke bei sich hat, werfen Sie diese oder sonst was zu Boden, der Hund sieht dies und wird dann damit beschäftigt sein.


Verantwortungsbewusste Hundehalter haben ihre Hunde an der Leine oder rufen sie zu sich wenn Spaziergänger entgegen kommen,
oder sind sich 100% sicher das ihr Hund Spaziergänger, Radfahrer etc. ignoriert.

Es nützt nichts den Hunden ein Maulkorb oder Leinenzwang auf zu erlegen! Manche Hunde können dadurch gereizter werden.
Hunde müssen geschult und sozialisiert werden, wenn sie dies nicht sind und mal von zu Hause ausreissen haben sie auch keinen Maulkorb an.

Tipps für Kinder


Hunde sind Freunde des Menschen. Aber, weil die eben Hunde sind, sprechen sie eine eigene Sprache.
Manches, was du lustig findest, mag ein Hund vielleicht gar nicht.

 

1. Behandle einen Hund immer so, wie du selber gern behandelt werden möchtest.

Wenn du einem Hund wehtust oder ihn ärgerst, kann er nicht sagen: "Hör auf!" Er kann dich nur anknurren oder sich mit den Zähnen wehren. Das kannst du leicht vermeiden: Spiel mit dem Hund nur so, dass es auch ihm Spaß macht. So nicht!
 
   
2. Geh´niemals zu einem fremden Hund, ohne vorher den Besitzer zu fragen! Wenn du einem Hund wehtust oder ihn ärgerst, kann er nicht sagen: "Hör auf!" Er kann dich nur anknurren oder sich mit den Zähnen wehren. Das kannst du leicht vermeiden: Spiel mit dem Hund nur so, dass es auch ihm Spaß macht.
 
   
3. Schau niemals einem Hund starr in die Augen! Wenn du einem Hund starr in die Augen schaust, so bedeutet das für ihn: "Schauen wir, wer von uns der Stärkere ist!" Da der Hund aber viel stärker ist als du, solltest du ihn nicht zum Kampf herausfordern.
   

4. Komm´dem Hunde-Schwanz nicht zu nahe, zieh´nicht dran und tritt nicht drauf

Ein Hund spricht mit seinem Schwanz. Wenn er zum Beispiel mit dem Schwanz wedelt, so heißt das:"Ich freue mich"! Einem Hund am schwanz zu ziehen, ist genau so schlimm, wie einem Menschen auf den Mund zu schlagen.

   

5. Stör einen Hund nicht beim Fressen und versuch nicht, ihm sein Futter wegzunehmen!

Für den Hund ist Fressen beinahe das Wichtigste auf der Welt. Wenn man ihm sein Futter wegnimmt wird er daher sehr böse. Das verstehst du sicher: Du magst es ja auch nicht, wenn jemand ohne zu fragen nach deinem Essen greift.

   

6. Ärgere nie einen eingesperrten Hund, vielleicht begegnest du ihm morgen auf der Straße!

Der Hund bellt, um sein Revier gegen Fremde zu verteidigen. Am besten beachtest du ihn nicht und gehst einfach weiter.

   

7. Versuch´auf keinen Fall, Hunde zu trennen, wenn sie miteinander raufen!

Wenn Hunde raufen, ist es oft nicht so schlimm, wie es aussieht: Meist wollen sie nur ausprobieren, wer der Stärkere ist. Ein Mensch, der da eingreift, kann aber leicht gebissen werden. Überlass´es den Besitzern, die Hunde zu trennen.

   

8. Ganz wichtig: Lauf niemals vor einem Hund davon, auch wenn du Angst hast!

Der Hund ist ein Jagdtier: Wenn du vor ihm davonläufst, wird er dich zu fangen versuchen und er läuft viel schneller als du. Wenn du hingegen stehen bleibst und ihn nicht anschaust, wird er dich nicht beachten.

   

9. Beweg dich nicht, wenn ein Hund dich mit den Zähnen festhält!

Der Hund hat keine Hände und benützt daher seine Zähne, um nach dir zu greifen. Vielleicht hält er deine Hand fest, weil er Angst vor dir hat. Oder er will nicht, dass du von ihm weggehst. am besten hältst du still und wartest, bis er wieder loslässt.
   

10. Spiel nur dann mit einem Hund, wenn ein Erwachsener in der Nähe ist!

Ein Erwachsener ist kräftiger als du und für Hunde bedeutet das, der ist mir überlegen. Also, spiel nur mit einem Hund, wenn du notfalls einen Erwachsenen um Hilfe bitten kannst.

Info Bilderbuch für Kinder.

Broschüre-Bilderbuch für Kinder
Wie verhalte ich mich Hunden gegenüber und wenn ein Hund in die Familie kommt.

Herausgeber  Bundesamt für Veterinärwesen

 


Für Anregungen, Tipps, Erfahrungen und Berichte sind wir dankbar.
Hauptübungsleiter Marco Zanin